Hochschule Karlsruhe Hochschule Karlsruhe - University of Applied Sciences
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Überblick

Digitaler Gebäudezwilling

Die Gebäudebranche steht vor einem Paradigmenwechsel: BIM allein reicht nicht mehr. Wer Planung, Betrieb und Nachhaltigkeit wirklich zusammendenken will, braucht den digitalen Gebäudezwilling – ein lebendes Abbild, das Daten in Echtzeit verknüpft und Entscheidungen auf eine völlig neue Grundlage stellt. Ob Sie als Architekt:in Entwürfe bis in die Betriebsphase durchdenken, als Facility Manager:in Lebenszykluskosten senken oder als TGA-Planer:in Anlagen intelligent vernetzen wollen – dieser Zertifikatskurs gibt Ihnen das Handwerkszeug, um digitale Zwillinge nicht nur zu verstehen, sondern aktiv aufzubauen und zu nutzen.

Mit unseren Hochschuldozenten und Praxispartnern aus Architektur, IT und Gebäudeautomation vermitteln wir Ihnen das grundlegende Wissen zum Gebäudezwilling und zeigen an verschiedenen Anwendungsbeispielen, wie sich Daten auslesen und qualitativ einschätzen lassen. In praxisnahen Workshops lernen Sie CAFM-Systeme für den Gebäudebetrieb zu nutzen, Schnittstellen zu betrieblichen Produktionsprozessen herzustellen und Ihren Materialeinsatz effizienter und klimaschonender zu planen.

Ihr Vorteile

  • Praxisnahe Methoden zur Datenmodellierung und Sensorintegration    
  • Schnittstellen zwischen Planung, Ausführung und Betrieb souverän beherrschen    
  • Anwendungsfälle für Energieoptimierung, Predictive Maintenance und ESG-Reporting    
  • Ein anerkanntes Hochschulzertifikat, das Ihre Expertise sichtbar macht

Das Zertifikatsstudium „Digitaler Gebäudezwilling“ ist auf die Anforderungen von Bauplanern, Gebäudetechnikern und Immobilienverwaltern zugeschnitten und dank ESF-Förderung zum attraktiven Preis buchbar. Sie sparen mehr als 60 % der Weiterbildungskosten gegenüber einem regulären Angebot.

Kontakt

Institut für Wissenschaftliche Weiterbildung
Stefanie Kirsch
Referentin Netzwerk und Weiterbildung

Tel.: +49 (0)721 925-2814
stefanie.kirschspam prevention@h-ka.de

Geb. E, 2. OG
Wilhelm-Schickard-Straße 9
76131 Karlsruhe

Auf einen Blick

AbschlussCertificate of Advanced Studies (CAS)
Beginn21. Oktober 2026
FormatPräsenz (Onlinezuschaltung möglich)
ECTS10 CP
Dauer3 Tage pro Modul
ZulassungsvoraussetzungenBachelor- oder Diplomabschluss oder verwandte Abschlüsse im Bauwesen oder berufliche Qualifikation
Kosten€ 728,-€ pro Modul  (2.184,-€  Gesamtkurs)

Für wen ist diese Weiterbildung geeignet?

  • Bauämter
  • Architektur und Bauingenieurwesen
  • Baustatik/Tragwerksplanung
  • Gebäudetechnik/-verwaltung (TGA)
  • Fertigungstechnologien/HVAC-Technik
  • Facility Management
  • Projektentwicklung (Erneuerbare Energien, Energieinfrastruktur)
  • Immobilienwirtschaft und Gebäudebestandshalter
  • Industrie und produzierendes/verarbeitendes Gewerbe
     
Beispiele für Anwendungsfelder nach Zielgruppe
Bauämter
  • Genehmigungsverfahren: Beschleunigung durch digitale Einreichung und Prüfung von Bauanträgen (z. B. via IFC-Modelle)
  • Digitale Schnittstellen: Daten aus Liegenschaften, Vertragswesen und Buchhaltung zusammenführen
  • Stadtplanung: Simulation von Auswirkungen auf Verkehr, Schattenwurf oder Mikroklima
  • Compliance-Checks: Automatisierte Überprüfung von Bauvorschriften (z. B. Brandschutz, Barrierefreiheit)
Architekt/innen
  • Entwurfsoptimierung: Echtzeit-Simulation von Designvarianten (z. B. Tageslicht, Akustik, Energieeffizienz)
  • Visualisierung & Kundenkommunikation: Interaktive 3D-Modelle für Präsentationen und Feedbackschleifen
  • Kollisionsprüfung: Automatisierte Erkennung von Konflikten zwischen Gewerken (z. B. Architektur vs. TGA)
  • Nachhaltigkeitsanalyse: Bewertung von Materialien, CO₂-Fußabdruck und Lebenszykluskosten
Bauingenieur/innen
  • Bauablaufplanung (4D bzw. 5D-BIM): Zeitliche und kostentechnische Simulation von Bauprozessen zur Optimierung von Logistik und Ressourcen
  • Qualitätssicherung: Abgleich von Ist- und Soll-Zustand durch Laserscanning und Drohnenaufnahmen
  • Risikomanagement: Identifikation von Baufehlern oder Sicherheitsrisiken vor Ort (z. B. via AR-Brillen)
  • Dokumentation: Automatisierte Generierung von As-Built-Modellen für die Übergabe an den Betrieb
Statiker/innen und Tragwerksplaner/innen
  • Strukturelle Analysen: Simulation von Lasten, Wind- oder Erdbebeneinwirkungen in Echtzeit
  • Materialoptimierung: Reduktion von Überdimensionierung durch präzise Daten aus dem digitalen Zwilling
  • Schadensprävention: Monitoring von Rissen, Verformungen oder Ermüdungserscheinungen an kritischen Bauteilen
  • Sanierungsplanung: Digitale Modellierung von Verstärkungsmaßnahmen (z. B. bei Bestandsgebäuden)
Gebäudetechniker/innen (TGA)
  • Energieeffizienz: Dynamische Steuerung von Heizung, Lüftung, Klima basierend auf Echtzeitdaten
  • Predictive Maintenance: Vorhersage von Ausfällen techn. Anlagen (z. B. Aufzüge, Lüftungsanlagen)
  • Systemintegration: Vernetzung von Sensoren (IoT) mit dem digitalen Modell für zentrales Monitoring
  • Nachrüstung: Planung von TGA-Upgrades (z. B. Wärmepumpen) durch Simulation im digitalen Zwilling
Immobilienwirtschaft
  • Portfolioanalyse: Bewertung von Gebäuden nach ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance)
  • Mieterkommunikation: Transparente Darstellung von Gebäudedaten (z. B. Energieverbrauch) für Mieter
  • Wertsteigerung: Identifikation von Potenzialen für Modernisierungen oder Umnutzungen
  • Vermarktung: Virtuelle Rundgänge oder Augmented Reality für Leerstandsmanagement
Gebäudeinstandhaltung (Facility Management)
  • Betriebskostenoptimierung: Reduktion von Energie- und Wartungskosten durch datengetriebene Entscheidungen
  • Raumnutzungsanalyse: Auswertung von Bewegungsströmen (z. B. via Sensoren) für flexible Bürokonzepte
  • Schadensdokumentation: Digitale Erfassung von Mängeln (z. B. per App) und direkte Verknüpfung mit dem 3D-Modell
  • Notfallmanagement: Echtzeit-Lokalisierung von Störungen (z. B. Wasserlecks) und Koordination von Servicekräften

 

 

Inhalte Dozierende Organisation & Termine Anmeldung

Die Weiterbildung Zertifikatsstudium Digitaler Gebäudezwilling wird im Rahmen des Projekts KPKI an der Hochschule Karlsruhe entwickelt. Das Projekt KPKI: Klimaneutrale Produktion - Nachhaltig mit KI wird kofinanziert von der Europäischen Union.