Digitaler Gebäudezwilling
Ziele und Inhalte
Das Zertifikatsstudium Digitaler Gebäudezwilling hat das Ziel, Ihnen ein grundlegendes Verständnis der Anwendungsbereiche digitaler Gebäudeplanung- und nutzung zu vermitteln. In verschiedenen Workshops erproben die Dozenten mit Ihnen den Einsatz von Echtzeitdaten im Gebäudenutzungsprozess und zeigen auf, wann sich KI-Einsatz lohnt und wie der digitale Zwilling zukünftig in die Immobilienbewertung eingeht.
Die Ziele des Zertifikatsstudiums sind:
- Den Unterschied zwischen BIM und Digitalem Zwilling kennen: Die Teilnehmenden können IFC-Daten lesen und interpretieren, Datenqualität einschätzen, eigene Anforderungen ermitteln und formulieren sowie Datenflüsse zwischen BIM, IoT und Künstlicher Intelligenz verstehen.
- KI-Tools und Technologien sinnvoll einsetzen: Die Teilnehmenden können CAFM-Systeme für den Gebäudebetrieb nutzen, Sensoren für den digitalen Zwilling auswählen und anbinden sowie KI-Modelle für Wartungsprognosen einsetzen.
- Vorbereitet auf zukünftige Entwicklungen sein: Die Teilnehmenden können einen Implementierungsplan für ein betriebliches Projekt entwickeln, ein virtuelles Materialkataster benutzen und einen digitalen Zwilling für eine klimaneutrale Planung (inkl. CO2-Bilanzierung) anwenden.
Kontakt
Institut für Wissenschaftliche Weiterbildung
Stefanie Kirsch
Referentin Netzwerk und Weiterbildung
Tel.: +49 (0)721 925-2814
stefanie.kirsch@h-ka.de
Geb. E, 2. OG
Wilhelm-Schickard-Straße 9
76131 Karlsruhe
Nach dem Zertifikatsstudium können Sie
- Den digitalen Zwilling in drei Arbeitsebenen anwenden: In der Planungs-, Bau- und Betriebsphase
- Sie können souverän mit Gebäudedaten umgehen, d.h. eine IFC-Datenanalyse (Industry Foundation Classes) vornehmen und BIM-Daten in ein Computer Aided Facility Management (CAFM) integrieren. Sie können in Common Data Environment (CDE) eine kollaborative Planung vornehmen, d.h. Daten und Dokumente, grafische Modelle und nicht-grafische Daten nutzen, um eine standardisierte Zusammenarbeit mit allen Projektteilnehmenden einzuführen und die Kommunikation zwischen den Prozessbeteiligten zu verbessern.
- Echtzeitdatenquellen über intelligente Sensorik auslesen, Daten über versch. Vermittlungsplattformen und -protokolle übertragen und visualisieren, um sie später zu verschiedenen Zwecken in Ihrem Arbeitsprozess, z.B. zur Instandhaltung und Wartungsvorhersagen, zur technischen Gebäudeoptimierung oder zur CO2-Bilanzierung einzusetzen.
Inhalte des Zertifikatsstudiums
Bei allen Modulen setzen wir auf die Kombination aus Theorie und Praxis mit anwendungsorientierten, praktischen Beispielen. Dabei ist es uns wichtig, Ihnen die Kompetenzen so zu vermitteln, dass Sie diese in Ihrer Arbeit professionell anwenden können.
Modul 1: Grundlagen des digitalen Gebäudezwillings Tag 1: Einführung: Was ist ein digitaler Gebäudezwilling?
Tag 2: BIM Datenmodell als Grundlage
Tag 3: Datenarchitektur - Von BIM zum digitalen Zwilling
|
Modul 2: KI-Tools und Vernetzung mit Industrie 4.0 Tag 1: CAFM und Betriebsmanagement
Tag 2: IoT und Sensorik
Tag 3: KI für den digitalen Zwilling
|
Modul 3: Nachhaltige Umsetzung und Zukunftsperspektiven Tag 1: Implementierungsstrategien
Tag 2: Nachhaltigkeit und KI
Tag 3: Zukunftsperspektiven
|
Detaillierte Informationen zu den Inhalten der Module und der Lehrveranstaltungen finden Sie in Kürze im Modulhandbuch.
Jedes Modul kann auch einzeln belegt werden.
Nach erfolgreichem Abschluss jedes Moduls erhalten Sie ein Hochschulzertifikat inklusive der entsprechenden ECTS-Punkte. Nach bestandener Prüfung aller drei Module erwerben Sie das Gesamtzertifikat “Digitaler Gebäudezwilling”, inklusive der entsprechenden ECTS-Punkte.
Auf Wunsch kann auf die Prüfungen verzichtet werden und es wird eine Teilnahmebescheinigung pro Modul ausgestellt.
Die Weiterbildung Zertifikatsstudium Digitaler Gebäudezwilling wird im Rahmen des Projekts KPKI an der Hochschule Karlsruhe entwickelt. Das Projekt KPKI: Klimaneutrale Produktion - Nachhaltig mit KI wird kofinanziert von der Europäischen Union.