Studierende gestalten HKA-Campus neu
Das Projekt CampusUP hat sich zum Ziel gesetzt, Wohlfühlorte für die Hochschulgemeinschaft zu entwickeln. Upcycling spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Einst stand ein Hörsaalgebäude inmitten des Campus der Hochschule Karlsruhe (HKA), seit vielen Jahren ist davon nur noch die Baugrube übrig. Um die zentrale Fläche wieder mit Leben zu füllen und weitere Wohlfühloasen für die Studierenden zu schaffen, hat die HKA 2025 das Projekt CampusUP initiert. Ziel des Projekts ist, dass Studierende fakultätsübergreifend Ideen für eine Neugestaltung des Campus entwickeln, umsetzen und in der Lehre verankern. Das „UP“ steht dabei für Upcycling. „Der Projektname verdeutlicht den nachhaltigen Grundgedanken. Unsere Aufgabe war es, bestehende Materialien und Ressourcen kreativ weiter zu nutzen und neue Elemente für den Campus zu schaffen“, erklärt Isabell Schmidt, eine der beiden Projektleitenden. Pascal Rittlinger, ihr Pendant, ergänzt: „Das besondere an dem Projekt ist, dass Studierende die Verantwortung für dieses Projekt erhalten haben. Wir verbringen schließlich hier einen großen Teil unseres Studienalltags und wissen am besten, welche Räume, Angebote und Begegnungsorte einen modernen Hochschulcampus ausmachen.“
Von der Idee zur Umsetzung
Die Studierenden arbeiteten in drei verschiedenen projektbezogenen Wahlfächern verschiedener Fakultäten gemeinsam an der Frage, wie sich der Campus weiterentwickeln lässt und welche Ideen einen nachhaltigen Mehrwert für die Hochschulgemeinschaft schaffen können. In Workshops und Entwurfsphasen entstanden erste Konzepte für neue Aufenthalts- und Begegnungsorte.
Im Sommersemester 2026 entstanden aus den Skizzen und Planungen reale Objekte. Während der gemeinsamen Bauwoche fertigten die Studierenden eigene Tische und Sitzmöbel an. Dabei spielte der Gedanke des Upcyclings eine zentrale Rolle: So wurden unter anderem Tischplatten aus ehemaligen Hörsaaltischen, die nicht mehr benötigt wurden, in die neuen Möbel integriert und ressourcenschonend weiterverwendet. „Auf diese Weise entstanden funktionale und nachhaltige Elemente für den Campus, die künftig zum Verweilen, Austauschen und gemeinsamen Lernen einladen“, berichten die beiden Projektverantwortlichen.
Parallel dazu beschäftigte sich Studierende in einem interdisziplinären Wahlfach mit den Themen Prozessgestaltung und Kommunikation. Hier entwickelten sie Strategien, wie CampusUP sichtbar gemacht, Beteiligungsprozesse gestaltet und weitere Hochschulangehörige für die Mitwirkung gewonnen werden können.
Von der Baugrube zum Treffpunkt der Hochschulgemeinschaft
Ein wichtiges Anliegen von CampusUP ist es, die Baugrube zu einem Treffpunkt für die Hochschulgemeinschaft umzugestalten. Hierfür sind neben der Terrassierung drei Seecontainer bis zum Ende diesen Sommers vorgesehen. Geplant sind ein Gastrocontainer als Treffpunkt für Studierende, ein Eventcontainer für gemeinschaftliche Veranstaltungen sowie eine Fahrradreparaturwerkstatt. „Damit entsteht im Bereich der Baugrube ein sichtbarer und nutzbarer Ort für Austausch, Begegnung und studentisches Leben. Insbesondere den Studienanfängerinnen und Studienanfängern des kommenden Wintersemesters sollen so von Beginn an neue Angebote und Aufenthaltsmöglichkeiten auf dem Campus zur Verfügung stehen“, resümieren die beiden Projektleitenden.
Ein Projekt, das weiterwächst
CampusUP soll in den kommenden Semestern durch weitere Lehrveranstaltungen fortgeführt werden. Studierende aus allen Fakultäten erhalten dann erneut die Möglichkeit, sich mit ihren eigenen Ideen und Kompetenzen einzubringen, um den Campus nachhaltig zu verändern. „So wächst ein Projekt, das nicht nur den Campus verändert, sondern auch zeigt, wie Lehre, Praxis und gesellschaftliches Engagement auf innovative Weise miteinander verbunden werden können“, schließt Isabell Schmidt ab.
Informationen zu den im kommenden Semester belegbaren Wahlfächern werden rechtzeitig bekannt gegeben. Bei Fragen zum Projekt oder zu Beteiligungsmöglichkeiten können sich Interessierte an Isabell Schmidt (E-Mail: isabell.schmidt@h-ka.de) oder Pascal Rittlinger (E-Mail: pascal.rittlinger@h-ka.de) wenden.
Weitere Informationen: Die HKA - Die Hochschule Karlsruhe : CampusUpcycling (CampusUP)
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