Hochschule Karlsruhe Hochschule Karlsruhe - University of Applied Sciences
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HKA nimmt spendenfinanzierten Quantencomputer entgegen

Erfolgreiche Spendenkampagne „1.000 Quantenpioniere gesucht“ ermöglicht Investition in Quantentechnologie. Erster Bachelorstudiengang Quantencomputing im deutschsprachigen Raum startet mit 21 Studierenden an der Hochschule Karlsruhe. 

Stuttgart/Karlsruhe, 06.10.2026

Die Hochschule Karlsruhe (HKA) hat heute ihren neuen Quantencomputer von der Firma XeedQ auf der Messe Quantum Effects in Stuttgart entgegengenommen. Unter dem Motto „1.000 Quantenpioniere gesucht“ hatte die HKA erst vor sechs Monaten zu Spenden für die Finanzierung eines Quantencomputers aufgerufen. Zeitgleich mit der Ankunft des Computers ist der neue Studiengang Quantencomputing mit 21 Studierenden gestartet. „Die Hochschule Karlsruhe ist dafür bekannt, immer einen Sprung voraus zu sein. Bereits 1961 setzte die HKA einen Zuse Z22 in der elektrotechnischen Ausbildung ein, zu einer Zeit als Computer an Hochschulen noch eine Ausnahme waren. Wir scheuten damals das Risiko nicht, wir scheuen es auch jetzt nicht“, sagt Prof. Dr. Rose Marie Beck, Rektorin der HKA. „Letzte Woche haben drei Frauen und 18 Männer ihr Bachelorstudium Quantencomputing aufgenommen. Auch sie scheuen das Risiko nicht, obwohl der Studiengang der erste im deutschsprachigen Raum und Quantencomputing noch ein Forschungsfeld ist“, so Beck weiter.

Beitrag zur technologischen Souveränität

Quantentechnologien gelten als strategisch relevantes Technologiefeld. Der Aufbau eigener Kompetenzen in der Schlüsseltechnologie ist deshalb auch Teil der High Tech Strategie der Bundesregierung. „Technologische Souveränität entsteht aber nicht allein durch Forschungsergebnisse oder leistungsfähige Hardware. Sie braucht vor allem gut ausgebildete Fachkräfte, die neue Technologien verstehen und in die Anwendung bringen können“, erklärt Prof. Dr. Philipp Nenninger, Studiendekan Quantencomputing an der HKA. „Genau hier setzen wir mit unserem neuen Studiengang an. Unsere 21 Studierenden sollen an unserem neuen Quantencomputer anwendungsnahe Erfahrung mit Quantentechnologien sammeln und so auf die Tätigkeiten in den Unternehmen vorbereitet werden“, fügt Nenninger hinzu.

Breite Unterstützung für die Anschaffung des Quantencomputers

Eine Besonderheit des neuen Studiengangs ist die Finanzierung des Quantencomputers. Die HKA hat im Rahmen ihrer Spendenkampagne innerhalb kürzester Zeit die Summe für den Quantencomputer gesammelt. An der Spendenkampagne „1.000 Quantenpioniere gesucht“ beteiligten sich sowohl Privatpersonen wie auch Unternehmen. „Hinter der Finanzierung liegen viele Gespräche, viel Überzeugungsarbeit und vor allem eine breite Unterstützung durch unsere sogenannten Quantenpioniere, darunter Privatpersonen, Unternehmen und gemeinnützige Vereine. Nur mit ihrer Hilfe konnten wir innerhalb von sechs Monaten die Summe für den Quantencomputer aufbringen. Ihr Engagement zeigt uns, dass das, was wir mit dem ersten Bachelorstudiengang Quantencomputing im deutschsprachigen Raum vorhaben, auch außerhalb unserer Hochschule als relevant angesehen wird“, sagt die Rektorin Beck.

Baden-Württemberg als Standort für Quantentechnologien

Mit dem neuen Studiengang stärkt die Hochschule Karlsruhe zugleich den Quantenstandort Baden-Württemberg. Das Bundesland verfügt über eine starke Forschungs- und Unternehmenslandschaft im Bereich der Quantentechnologien und zählt zu den führenden Standorten in Europa.

Über die Hochschule Karlsruhe

Als Hochschule für Angewandte Wissenschaften bietet die Hochschule Karlsruhe (HKA) ein breites Studienangebot in Ingenieurwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Informatik und Medien, von Bachelor- und Masterstudiengängen bis hin zur Promotion. Unter dem Leitbild „Future Tech!" verbindet die HKA eine moderne, praxisnahe Ausbildung in Kooperation mit der Industrie mit der Entwicklung von Technologien, Ideen und Lösungen für eine nachhaltige Zukunft. Durch internationale Studienprogramme, Sprachkurse und ein breites Netzwerk an Partnerhochschulen gewinnen Studierende globale Perspektiven. Eingebettet in die TechnologieRegion Karlsruhe bietet die HKA ein attraktives Umfeld für Forschung und Entwicklung.

 

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