HKA beim „Camp der 1000 Möglichkeiten"
Elektrotechnik zum Anfassen
Fünf Studierende der Fakultät für Elektro- und Informationstechnik brachten in diesem Sommer Kindern zwischen 8 und 13 Jahren Elektrotechnik im Rahmen der Teilnahme der Hochschule Karlsruhe (HKA) am „Camp der 1000 Möglichkeiten“ näher. Das Service-Learning-Angebot fand vom 10. bis 14. August sowie vom 17. bis 21. August im Otto-Dullenkopf-Park statt. Besonders die zweite Woche machte deutlich, welches Potenzial in dem Format steckt: Ein internationales Studierendenteam sorgte nicht nur für technisches Know-how, sondern auch für einen lebendigen Austausch über Kultur, Sprache und Alltag.
Zwischen Lötkolben und Popcornrad
In der ersten Woche waren Cosima Klischat, Leiterin der Zukunftsagentur Nachhaltigkeit, Henning Busch, Student des Studiengangs Elektrotechnik, und Thomas Münch, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fakultät Elektro- und Informationstechnik, vor Ort. Gemeinsam meisterten sie eine anspruchsvolle Aufgabe, denn rund 250 Kinder pro Woche konnten sich im Camp ihre Angebote frei wählen, entsprechend wechselten die Gruppen häufig. An den Lötstationen konnten die Kinder unter Anleitung selbst Hand anlegen und kleine Objekte zusammenlöten. Zusätzlich wurde vormittags das inzwischen traditionelle „Popcornradeln" angeboten, bei dem die Energieumwandlung auf anschauliche Weise erlebbar wird.
Ein internationales Team
Ein internationales Team aus drei Studierenden – Anotida Jorum Marumbeyi, Nikita Zhabitskiy und Jaehun Bae – übernahm in der zweiten Woche die Arbeit mit den Kindern. Die Internationalität des Teams brachte neben technischen Aufgaben auch sprachliche Herausforderungen mit sich und eröffnete Raum für einen Austausch über Kultur, Bildung und Essen. Damit erwies sich Service Learning einmal mehr als Format, das technische Bildung mit gelebter Vielfalt und Offenheit verbindet.
Service Learning ist stets mit (Selbst-)Reflexion verbunden. In kurzen Abschlussrunden waren sich die Studierenden einig: Es macht großen Spaß, Kindern Technik beizubringen, und die Kooperation mit dem Stadtjugendausschuss soll fortgeführt werden.
Service Learning ist stets mit (Selbst-)Reflexion verbunden. In kurzen Abschlussrunden waren sich die Studierenden einig: Es macht großen Spaß, Kindern Technik beizubringen, und die Kooperation mit dem Stadtjugendausschuss soll fortgeführt werden.
Praxis, die sonst zu kurz kommt
Für Jaehun Bae, Masterstudent im Studiengang Elektro- und Informationstechnik, lag der Mehrwert dieser Projektarbeit jedoch nicht nur in der Vermittlung von Technik. Er nutzte das Camp, um praktische Erfahrung in der Elektrotechnik zu sammeln. Beim „Camp der 1000 Möglichkeiten" können Studierende experimentieren und einfache Geräte und Werkzeuge wie Abisolierzange und Bohrmaschine kennenlernen. Es lohnt sich also, im nächsten Jahr wieder mit dem Jugendfreizeit- und Bildungswerk des Stadtjugendausschusses e. V. Karlsruhe zusammenzuarbeiten.
2027 feiert die Kooperation ihr zehnjähriges Jubiläum und wir freuen uns darauf, wieder dabei zu sein.
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